Darf´s ein bisschen Westernreiten sein?

Irgendwie scheint ja immer eine Rivalität zwischen den einzelnen Reitstilen zu bestehen. Und, ganz klar, wer im klassischen Reitstil reitet, belächelt besonders die Westernreiter. Dabei ist Westernreiten Schwerstarbeit, für Reiter und Pferd. Bis Reiter mit der Leichtigkeit von Cowboys ihre Pferde durch den Parcours lenken können, vergeht eine lange Zeit. Ein Pfiff, ein kleines Zeichen muss genügen, um dem Pferd den gewünschten Befehl zu erteilen.

Westernreiten hat seinen Ursprung tatsächlich bei den Cowboys

Sicher haben manche schon gelächelt, wenn die Cowboys in den Wild-West-Filmen zum großen Viehtrieb ansetzen und die Pferde wie von Geisterhand gelenkt wurden. Fakt ist, das Westernreiten hat seinen Ursprung tatsächlich in den Zeiten der großen Viehtriebe. Die Herden mussten über die endlosen Weiten der Prärie getrieben werden, um von einer Weide zur anderen oder zum Verkauf zu kommen. Denn die Eisenbahn wurde damals erst gebaut und war nun wirklich nicht als Transportmittel für Rinderherden gedacht.
An die Pferde, welche das einzige Fortbewegungsmittel für die Cowboys waren, wurden hohen Anforderungen gestellt. Sie mussten über Nervenstärke, Ausdauer, Trittsicherheit, Schnelligkeit und eine gute Auffassungsgabe verfügen. Ein gutes Pferd musste temperamentvoll und gleichzeitig ruhig sein, es musste über ein sehr ausgewogenes Temperament verfügen, zäh und widerstandsfähig sein und dem Cowboy die Arbeit einfach und leicht machen. Noch heute werden die Kriterien in der Zucht von Westernpferden berücksichtigt.

Das Ausbildungsziel liegt in den Ursprüngen

Pferd-Koppel-TexterloungeIm Gegensatz zum klassischen Reiten sind die Ziele beim Westernreiten ganz andere. Westernpferde sind im Ursprung reine Arbeitstiere. Daran orientiert sich auch der heutige Reitsport. Ein Westernpferd soll vom Reiter perfekt kontrollierbar sein, und das mit nur sehr wenigen Hilfen. Westernreiten basiert auf den natürlichen Bewegungen der Pferde, aus denen Übungen und Elemente entstanden sind.

Das Westernreiten in Deutschland immer beliebter wird, hat sicher viele Gründe. Der Duft von Freiheit, Ursprünglichkeit und Natürlichkeit gehört sicher dazu.

 

Kann jedes Pferd Western geritten werden?

Im Prinzip ja. Einige Rassen entsprechen aber eher den Anforderungen an ein Westernpferd als andere. Kleine wendige Pferde sind besser dafür geeignet, als ein Friese oder ein Shire Horse mit einem Widerrist von bis zu 2 Metern. Bei Westernpferden wird eher eine Widerristhöhe von 155 cm angestrebt. Dazu kommt ein rechteckiger Körperbau mit einem kurzen Rücken und einer großen Schulter. Typische Rassen für Westernpferde sind Paint Horse, Quarter Horse und Appaloosa. Aber auch Haflinger und Freiburger sind geeignet. Die kleineren Rassen sind wegen ihrer Wendigkeit und Ausdauer besser für den Sport.

Auch beim Westernreiten gibt es verschiedene Disziplinen, die wir euch demnächst vorstellen werden. Und vielleicht bekommt der eine oder andere Lust darauf, diesen Reitsport mal zu probieren.

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