Die richtige Pflege für den Sattel

Ein Sattel ist teuer. Bei einem guten Sattel bewegst Du Dich schon mal im vierstelligen Bereich. Natürlich will so ein teures Stück auch richtig gepflegt sein, denn schließlich soll er lange halten. Doch gerade bei der Sattelpflege werden viele Fehler gemacht. In den meisten Fällen werden die Sättel nicht nur zu selten, sondern dann auch noch mit den falschen Produkten gepflegt. Gut beraten bist Du immer, wenn Du beim Sattel fetten auf empfohlene Produkte vom Hersteller zurückgreifst.

Einen Unterschied gibt es schon im Material. Nicht jeder Sattel ist aus echtem Leder. Inzwischen haben synthetische Leder sich auch bei den Sätteln durchgesetzt. Synthetik-Leder sind sehr pflegeleicht und brauchen nur mit einem feuchten Lappen regelmäßig gesäubert werden. Wenn Du aber immer noch auf den Duft von Leder Wert legst und einen echten Sattel unter dem Hintern haben willst, wirst Du um eine intensive Reinigung nicht herumkommen.

Damit der Ledersattel lange schön bleibt

Ledersättel sollten möglichst aller 5 Tage bei regelmäßigem Reiten nach dem Reiten gesäubert werden. Dazu wird der Schmutz mit einem Tuch überall entfernt. Die große Reinigung sollte wenigstens vier Mal im Jahr erfolgen. Gern auch etwas öfter. Dazu wird alles vom Sattel entfernt. Steigbügel, Sattelgurt und Sattelunterlagen werden entfernt. Die Schabracken kommen in die Waschmaschine und wird dort mit einem Feinwaschmittel gewaschen. Wichtig: Bitte verwendet keinen Weichspüler. Der kann später Hautreizungen hervorrufen. Der Sattelgurt wird in einer leichten Seifenlauge eingeweicht. Ist der Sattelgurt nicht aus Leder, kann er auch in ein altes Kopfkissen gesteckt werden und mit in der Waschmaschine gewaschen werden.

Der Sattel kommt am besten auf einen Sattelbock. Nun wird er überall gründlich mit Sattelseife und Wasser gereinigt. Und das geht von oben nach unten. Zuerst die Sitzfläche und Sattelblätter, dann zwischen den Sattelblättern – dabei Pauschen, Strippen und Strippentaschen nicht vergessen – und dann das Schweißblatt und die Unterseite des Sattels. Nun trockne den Sattel gründlich ab. Und zwar überall.

Zum Schluss kommt die Pflege mit Pflegebalsam

Mit einem nichthaarenden Pinsel wird der Lederbalsam aufgetragen. Auch beim Sattel fetten geht wieder die Reihenfolge von oben nach unten. Alle Teile und Nähte sollten mit einem dünnen Film behandelt werden. Viel hilft nicht immer viel. Der Lederbalsam sollte etwa 15 Minuten einwirken. Zum Schluss kommt das Finish. Mit einem Wolllappen werden alle Flächen vom überschüssigen Lederbalsam, der in der Zeit nicht eingezogen ist, befreit.

Zur Lederpflege Deines Sattels aus Leder solltest Du immer Lederfett oder Lederbalsam in Kombination mit Sattelseife nehmen. Lederöl ist nicht geeignet und wird nur bei sehr hartem Leder angewandt. Solltest Du also von Großvater noch einen Sattel finde, der über Jahre nicht gefettet wurde, ist Lederöl die richtige Wahl.

Damit Dein Sattel auch in der Sattelkammer gut geschützt ist, solltest Du einen Schonbezug auflegen. Übrigens ist der optimale Aufbewahrungsort für deinen Sattel die luftige Sattelkammer mit einer Temperatur von etwa 11 bis 16 Grad Celsius.

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