Einmal Abenteuer und zurück – Deutscher reitet durch Amerika

Irgendwie ist es wohl der Traum eines jeden Reiters, einmal auf den Spuren von Cowboys und Indianern wandeln, sich auf eine abenteuerliche Reise zu begeben, deren Ende man zwar plant, aber nicht unbedingt vorhersehen kann. Ein Hauch von Freiheit weht um die Nase beim Ritt durch traumhafte Landschaften, von denen man bisher nur geträumt hat. Der Deutsche Günter Wamser hat diesen Traum zur Wahrheit werden lassen und erlebte ein unvergleichliches Abenteuer, von dem er heute noch in seinen zahlreichen Vorträgen berichtet. Ein Ritt durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem gar nichts so unbegrenzt ist, wie es den Anschein hat.

Vom Motorrad zum Pferd – wie alles begann

Eigentlich war Günter Wamser bis 1986 ein ganz normaler Bürger und ein Motorradfreak, der immer mal wieder eine Tour durch Nordafrika unternahm. Seine erste einjährige Tour durch Nord- und Mittelamerika mit dem Motorrad startete er 1986. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch das Reisen zu Pferd kennen. Wamser war begeistert und wollte Amerika hoch zu Ross erkunden. Geplant war eine Reise von Süd nach Nord – 30.000 Kilometer in vier Jahren. Aber was einst als großes Abenteuer geplant war, wurde zur Lebensphilosophie für Wamser.

In achtzig Tagen um die Welt kann jeder

In diesen vier Jahren wollte Günter Wamser auf jegliches Reisen mit motorisierten Transportmitteln verzichten. Er startete zu einer Reise von Feuerland nach Alaska zu Pferd. Doch die Reise, die ursprünglich für eine Zeit von vier Jahren geplant war, sollte 20 Jahre dauern. Das war eigentlich nicht geplant.

Günter Wamser war schnell klar, dass Pferde keine Transportmittel sind. Sie sind Wegbegleiter und Freunde. Nur mit ihnen konnte er in Gebiete vordringen, die er niemals motorisiert erreicht hätte. Guten Kontakt gewann er schnell zu den Menschen, die in den Orten lebten, die seinen Weg säumten. Hier kaufte er das Futter für die Pferde. Auf einigen teilen der Strecke wurde er von seiner Lebensgefährtin begleitet.

Es ist gut, wenn ein Plan funktioniert

monument-valley-553202_640Nur leider tut er das in den seltensten Fällen. Deshalb sollte man gerade auf solch großen Touren die eine oder andere Hürde einplanen. Seinen ersten Stopp musste Günter Wamser an der mexikanischen Grenze einlegen. Er durfte nicht mit den Pferden einreisen. Doch er wollte die gesamte Strecke mit „seinen“ Pferden zurücklegen, das Abenteuer gemeinsam mit den Tieren erleben. Doch die Pferde waren vor Jahren krank gewesen, was durch die Antikörper nachzuweisen war. Obwohl sie inzwischen wieder wohl auf und keine Gefahr mehr für andere Tiere waren, musste Wamser sich gegen sie entscheiden. Nachdem er vorerst nach Deutschland zurückgekehrt war, entschied er sich, den weiteren Weg mit Mustangs zurückzulegen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin adoptierte er vier Pferde und macht sich auf den Weg nach Alaska.

An Problemen wächst man

Doch auch die Weiterreise verlief nicht problemlos. Günter Wamser und seine Lebensgefährtin mussten in Costa Rice haltmachen, da ein Pferd erkrankte. Ein Jahr verging bis zur Genesung. Schwierigkeiten bereiteten auch die Einfuhrbestimmungen. Zum Teil mussten die Reiter an den Grenzen Monate warten, bis eine Weiterreise möglich war.

Inzwischen haben Günter Wamser und seine Lebensgefährtin noch einige Reisen hinter sich gebracht und in Bücher beschrieben. Spannend erzählen die Reiter von ihrer Reise durch verschiedene Länder. Wer Lust hat, kann sich auf der Website http://www.abenteuerreiter.de informieren. Und vielleicht habt ihr Lust, dem Abenteuerer bei einem Vortrag direkt gegenüberzustehen und von den außergewöhnlichen Reisen zu hören.

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