Muskellockerung und Dehnung beim Pferd

Ja, nicht nur die Reiter klagen nach einem langen Arbeitstag und einem harten Training über Verspannungen. Den Vierbeiner geht es nicht viel besser. Noch nicht nur ein zügiger Ritt ist an Verspannungen schuld, auch langes Stehen in zu kleinen Boxen, falsche Sättel, falsche Fütterungstechniken, Krankheiten, unsachgemäße Haltung und vieles mehr sorgen für verspannte Muskeln und nicht ausreichend gedehnte Bänder und Sehnen. Und das wiederum kann zu ernsthaften Verletzungen führen. Ein Kreislauf ohne Ende, den ihr mit ein paar Dehnübungen und Massagen schnell durchbrechen könnt.

Massagen und Dehnübungen sind keine Erfindung der Neuzeit

Früher war sowieso alles anders und besser. Nein, natürlich nicht, aber manches von dem alten Wissen wird jetzt mit Begeisterung wieder aufgewärmt. Und das aus gutem Grund: Die Bindung zwischen Natur, Tier und Mensch war einfach viel intensiver. Das Überleben der Menschen war von Tieren abhängig. Und gerade spirituelle Völker wie die Indianer, die sich mit der Natur sehr verbunden fühlten, haben Wert auf ein harmonisches Miteinander gelegt. Dazu gehört eben auch, dass die vierbeinigen Begleiter sich wohlfühlten und gesund blieben. Indianer setzten schon früh Behandlungen ein, die erst heute wieder hervorgeholt werden und die Aspekte der physiotherapeutischen Behandlung aufweisen.

Massagen und Dehnübungen sind mehr als Gesunderhaltung

Dehnübungen und Massagen haben im Leistungssport längst ihren Platz gefunden und werden immer mehr eingesetzt. Die Vorteile, die in der Humanmedizin erkannt wurden, wurden auch in der Behandlung von Pferden wieder entdeckt. Gerade bei Pferden können Massagen extrem viel zur Gesunderhaltung beitragen. Die Leistungen können durch entspannte und gesunde Pferde gesteigert werden.

Doch Gesunderhaltung ist nur ein Vorteil der Pferdemassagen. Zu keiner Zeit seid ihr enger mit eurem Pferd zusammen, als bei Dehnübungen und Massagen. Die zwischentierischen Beziehungen werden optimal ausgebaut und unterstützt, denn gerade im Leistungssport ist das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter wichtig. Ihr erlangt ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Belange eures Sportpartners. Ein Verständnis, das leider vielen Reitern fehlt und die genau dadurch für Verletzungen und gesundheitliche Schäden beim Pferd sorgen.

Lerne den Körper Deines Pferdes kennen

Ja, klar, Vorhand, Mittelhand, Hinterhand, Hufe, Beine, Kopf, Hals – das kennen wir alle. Aber wo liegen wichtige Muskeln, Bändern und Sehnen? Wie fühlen sich Verspannungen an? Wie funktioniert der ganze Bewegungsapparat? Dieses Wissen ist die Grundlage zum Erlernen von Massagegriffen und Dehnübungen. Doch nicht nur die Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen werden bei einer Massage bearbeitet. Auch das Nervensystem und der Kreislauf bekommen eine gehörige Portion ab. Und schließlich könnt ihr auch nicht alle Pferde über einen Kamm scheren, denn jede Rasse ist anders und weist spezifische Besonderheiten auf. Dein Pferd ist ein individuelles Wesen, das keinem anderen gleicht. Im Handel gibt es zahlreiche Bücher zum Thema Pferdemassage.

Und wer sich das nicht zutraut, kann auch gern mal die Magnetfeldtherapie mit Sattelunterlagen, Gamaschen und Stalldecken testen.

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