Sattelunterlage ist nicht gleich Sattelunterlage!

Sattelunterlagen gehören wohl zu dem Reitbedarf, bei dem Mode eine große Rolle spielt. Den wenigsten Reiter ist bewusst, welchen Zweck Schabracken, Satteldecken und Sattelunterlagen zu erfüllen haben. Die babyblaue oder rosafarbene Unterlage sieht vielleicht schick und trendy aus, doch ob sie auch vorteilhaft ist, muss sich erst zeigen. Schon beim Kauf solltet ihr deshalb unbedingt auf einige Dinge achten, die wichtig sind und darüber entscheiden, wie funktionsfähig die Sattelunterlage ist.

 

Wozu Sattelunterlagen und Schabracken da sind...

 

Ganz sicher nicht, um einfach nur schick auszusehen – auch wenn das viele Reiter meinen. Auch der Schutz des Sattels ist nicht die eigentliche Aufgabe. Die wichtigste Aufgabe ist der Schutz des Pferderückens inklusive der Wirbelsäule und Muskulatur. Betrachtet man den Kauf einer Sattelunterlagen unter diesem Kriterium, werden schon viele Produkte rausfallen. Neben einer möglichst ergonomischen Form sollten Schabracke und Sattelunterlagen vor allem auch eine hohe Qualität und eine gute Stärke mit sich bringen. Zu dünnen und feine Unterlagen bringen nicht den erforderlichen Schutz des Pferderückens.

 

Wie muss die Sattelunterlage fürs Pferd aussehen?

 

Sattelunterlagen fürs Pferd sollten eine ausreichend hohe Polsterung aufweisen. Je dicker, desto besser. Am besten bevorzugt ihr ergonomische Formen, die an den Pferderücken genau angepasst sind. Es spielt keine Rolle, ob später ein Springsattel, Westernsattel oder Damensattel aufliegt. Auf keinen Fall solltet ihr versuchen, mit der Sattelunterlage fürs Pferd eine schlechte Sattelform zu kompensieren. Eher ist es so, dass die Unterlage dem entsprechenden Sattelkonzept angepasst wird und so eine perfekte und effektive Gesamtlösung erreicht wird.

 

Anatomisch korrekte Unterlagen können nicht nur die Druckspitzen beim Springen oder bei Geländeritten reduzieren. Das erleichtert den Pferden auch den Sprung, oder besser, die Landung. Pferde mit falschen Schabracken und Satteldecken erfahren beim Landen eine höhere Belastung durch den Druck, der im Fall der Landung von unten (durch das Aufsetzen der Beine) und oben (durch den Druck des Reiters) kommt. Dicke, anatomisch wohlgeformte Decken mildern den Druck. Die kinetische Energie kann beim Laden besser absorbiert werden.

 

Hochwertige Satteldecken für viele Gelegenheiten

 

Hochwertige Satteldecken sind aber nicht nur im Alltag zwingend erforderlich. Vor allem in Reha-Situationen und in Perioden der Rekonvaleszenz sind die Satteldecken ein unbedingtes Muss. Ob atrophierter Rückenmuskel, Kissings Spines oder andere Rückenprobleme, weiche Unterlagen dämpfen den Druck, der in der Sattellage entsteht. Die Schnittführung sollte der Rückenlinie des Pferdes folgen und diesen effektiv einkammern. Für einen hohen Tragekomfort ist eine weiche und anschmiegsame Rückenlinie erforderlich.

 

Die Form macht es

 

Klassische Satteldecken für Pferde sind der Form des Sattels nachempfunden. Versehen mit zwei Schlaufen, welche die Decke am Sattel halten und Schlaufen für die Durchführung des Sattelgurtes sind die Decken eine optimale Unterlage für den Sattel. Inzwischen gibt es aber einiges mehr. Verschiedene Formen entsprechen den speziellen Anforderungen. Die Formen werden mit Abkürzungen bezeichnet:

 

  • SS – Springsattel

  • VSS – Vielseitigkeitssattel Schwerpunkt Springen

  • VSD – Vielseitigkeitssattel Schwerpunkt Dressur

  • DS – Dressursattel

 

Jeder Sattel hat seine spezielle Form, an welchen die Decken angepasst sind. Wenn ihr flexibel bleiben möchtet, solltet ihr Schabracken verwenden. Schabracken wirken nicht nur eleganter, sondern lassen sich auch bei jeder Sattelform verwenden.

 

Diese Größe soll sie haben

 

Die Decken sollen genau zum Sattel und dem Pferd passen. Wichtig ist, dass sie größer als der Sattel sind. Nur so können Druckstellen und Scheuerstellen vermieden werden. Falten sollen vermieden werden. Je dicker die Satteldecke, desto fester und sicherer liegt sie auch auf dem Pferderücken, ohne Falten zu werfen.

 

Einige Hersteller bieten spezielle Produkte für den Sommer an. Diese Satteldecken sind kleiner geschnitten und befinden sich nur dort, wo es wirklich notwendig ist. Sie bedecken nur eine geringe Fläche des Pferderückens und verringern so das Schwitzen des Pferdes.

 

Das Material bestimmt die Eigenschaften

 

Ein wichtiger Punkt ist das Material. Heute werden die Unterlagen aus vielen verschiedenen Stoffen hergestellt. Samt, Baumwolle, Lammfell, Filz, Kunststoff und vieles mehr kommt zum Einsatz. Doch nicht jedes Material ist gut und vorteilhaft. Ohne Frage ist Baumwolle die absolute Nummer eins. Und das nicht nur aus Gründen der Strapazierfähigkeit. Baumwolle lässt sich mühelos waschen, kann den Schweiß des Pferdes optimal aufnehmen und ist äußerst robust. Bei guter Pflege hält es eine lange Zeit. Außerdem ist Baumwolle atmungsaktiv und verfügt über ein hervorragendes Feuchtigkeits-Management. Andere Materialien wie Samt sind zu empfindlich oder lassen das Pferd schnell schwitzen.

 

Satteldecken und Schabracken für Pferde pflegen

 

Die Waschanleitung gibt es für die meisten Satteldecken und Schabracken dazu. Pflegeleichte Materialien brauchen nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Für Pferde, die gegen verschiedene Dinge allergisch sind oder Hauterkrankungen haben, gibt es auch kochfeste Unterlagen. Auf spezielle Waschmittel muss man nicht achten. Günstig ist es aber, möglichst einfache und milde Waschmittel zu verwenden. Übrigens, Weichspüler gehört nicht in das Spülwasser bei Satteldecken für Pferde. Weichspüler kann Allergien auslösen. Dadurch können sich unter dem Sattel Ekzeme bilden, die das Reiten für lange Zeit verhindern.

 

Einmal Magnetfeld bitte!

 

Faule Reiter? Mitnichten – eine lockere Rückenmuskulatur dient vor allem der Gesundheit eures Pferdes. Wenn ihr euch für Magnetfeld in der Satteldecke entscheidet, tut ihr vor allem eurem Pferd etwas Gutes. Die Magneten, die entlang der Wirbelsäule liegen, aktivieren die Selbstheilungskräfte. Außerdem lockern sie die Muskeln, unterstützen den Stoffwechsel und regen die Durchblutung an. Euer Pferd kann sich besser entspannen, läuft gelöst und sicher und sorgt so auch dafür, dass ihr besser sitzen könnt. Natürlich können Magnetfeld-Sattelunterlagen keine Wunder fabrizieren, ihr werdet aber schnell den Unterschied zu normalen Satteldecken merken. Die Magneten nehmen euch die Lösungsarbeit nicht ab, beschleunigen sie aber um ein Vielfaches. Ein absolutes Plus sind die Sattelunterlagen mit Magnetfeldtherapie auch bei Rückenproblemen wie Kissings Spines, Verspannungen oder Ähnliches. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

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