Urlaub einmal anders – Wanderreiten mit dem eigenen Pferd

Eins sein mit der Natur, weit weg von Straßenlärm und Alltagshektik und sich ins Abenteuer stürzen – eine der reizvollsten Urlaubsarten für Reiter ist das Wanderreiten. Wenn auch ihr ein paar Tage zu Pferd unterwegs sein wollt, dann ist eine gute Planung und Vorbereitung wichtig. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, einige Tage hoch zu Ross unterwegs zu sein. Kopflos solltet ihr euch aber nicht in das Vergnügen Wanderreiten stürzen.

Was ihr planen müsst

Wohin mit dem Gepäck? Das ist wohl die erste Frage, denn schließlich braucht ihr Wechselsachen, eventuell ein Zelt, ein paar Lebensmittel und einiges mehr. Das Gepäck kann in Satteltaschen verpackt werden oder ihr nehmt ein extra Packpferd mit, auf den alles untergebracht wird. Plant ihr mit anderen zusammen eine Tour, könnt ihr Freunde, Eltern oder Bekannte fragen, ob das hauptsächliche Gepäck vielleicht per Auto an den Übernachtungsort gebracht werden kann. Ach ja, die Übernachtung. Das dürfte wohl gleich die nächste Frage sein. Plant eure Route schon im Voraus und erkundigt euch bei Pferdehöfen und Vereinen, die auf der Strecke liegen, ob ihr samt Pferd dort übernachten könnt.

Vorbereitung Pferd

Etwas Vorbereitung braucht das Pferd schon. Wanderreiten gehört zu den ältesten Reisearten. Das Pferd sollte über eine spezielle Ausbildung verfügen. Wichtig sind Gehorsamkeit und Verkehrssicherheit. Gut geeignete Pferdearten sind Araber, Quarter Horse, Criollo und ähnliche Rassen sowie Kleinpferde und Maultiere.

Das Pferd sollte natürlich gesund sein und vor allem über klare Beine und Hufe verfügen. Auch ein stabiles Fundament und eine hohe Tragfähigkeit sollten vorhanden sein.

Plant frühzeitig, denn euer Pferd braucht ein gutes Konditionstraining, bevor es losgeht. Straßensicherheit und die Fähigkeit, Geländehindernisse zu überwinden, gehören auch dazu. Mit einem jungen Pferd solltet ihr nicht starten, da diese meist noch nicht richtig ausbalanciert sind.

Vorbereitung Reiter

10716256_10202642302519385_1873895043_n-KopieJa, auch ihr müsst gut vorbereitet sein. Und dazu gehört neben einem Erste-Hilfe-Kurs auch die Kenntnis von Karte und Kompass. Auch ihr solltet vorher etwas trainieren, denn wer wöchentlich nur zwei bis drei Stunden reitet, muss sich bei einem Wanderritt nicht über einen wunden Po und einen gehörigen Muskelkater wundern. Eine gute und sehr robuste Gesundheit sollte selbstverständlich sein. Schließlich reitet ihr nicht nur bei schönem Wetter. Ein Regenschauer sollte euch nichts ausmachen.

Sattelfestigkeit ist das A und O bei einem Wanderritt. Anfänger sollten auf keinen Fall in das Abenteuer Wanderreiten starten. Ihr solltet auch dann noch fest im Sattel sitzen, wenn euer Pferd erschrickt oder aus Übermut mal ein Sätzchen macht. Wer sich zu viel zumutet, schädigt die eigene Gesundheit und die der anderen.

Vorbereitung Ausrüstung

Notiert euch genau, was ihr mitnehmen wollt. Auf unnötiges Gepäck solltet ihr verzichten. Vor allem praktische Dinge wie die Regenausrüstung, Taschenlampe, Taschenmesser, Sicherheitsweste und ähnliche Dinge sollten sich im Gepäck befinden. Denkt auch an den Impfpass für Pferd und Reiter, Pferdedecke und Medikamente.

Karte, Kompass, Schreibzeug und wichtige Telefonnummern sollten natürlich auch zur Ausrüstung gehören. Außerdem sind Feuerzeug und ein Erste-Hilfe-Set für Reiter und Pferd notwendig.

Planung Strecke

Plant die Strecke in groben Zügen. Kleine Abweichungen kann es immer mal wieder geben. Eure Übernachtungsstationen sollten klar sein. Die Strecke solltet ihr so planen, dass ihr nicht mehr als fünf Stunden täglich im Sattel verbringt. Das schont euch und euer Pferd. Mehr als 25 bis 30 Kilometer schafft ihr am Tag nicht. Plant auch aller zwei Stunden eine Pause ein. In der heißen Jahreszeit lohnt es sich, etwas früher loszureiten. Verbringt die heißen Nachmittage lieber am See und schont die Pferde.

Und schon kann es losgehen in ein Abenteuer der besonderen Art.

Tags: Wanderreiten
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