Wasser – die Lebensgrundlage für Pferde

Die beste Fütterung taugt beim Pferde nichts, wenn das Pferd nicht ausreichend Wasser bekommt. Wie jedes Lebewesen besteht auch das Pferd zu circa 70 Prozent aus Wasser. Ob das ein Grund für den schaukelnden Gang ist? Wer weiß. Beim Fohlen sind es sogar ¾ des Körpers, der aus Wasser besteht. Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil, der in Lymphe, Blutplasma, Schweiß, Urin, Sekreten der Verdauung und vielen anderen Körperflüssigkeiten zu finden ist. Eine ausreichende Wasserversorgung ist deshalb eine wichtige Grundlage für gesunde und leistungsfähige Pferde. Bei der Fütterung musst du deshalb den Wasserbedarf mit einbeziehen, denn einige Futtermittel binden Wasser und machen deshalb einen höheren Wasserbedarf notwendig.

Warum Pferde ständig Wasser benötigen

Dein Pferd verliert täglich Wasser. Das meiste Wasser wird über die Haut in Form von Schweiß und über den Harn abgegeben. Mit dem Harn werden Giftstoffen, die sich im Pferdekörper gesammelt haben, ausgeschieden. Für dein Pferd ist es überlebenswichtig, dass diese Stoffe aus dem Körper entfernt werden. Schon am Harn kannst du feststellen, ob dein Pferd ausreichend Wasser bekommt und zu sich nimmt. Ein Harn, der sehr streng riecht, zeugt von einem niedrigen Wasserhaushalt. Durchschnittlich, bei normaler Fütterung, gibt ein Pferd je 100 kg Körpergewicht einen bis drei Liter Harn ab. Ein höherer Wasserverlust ist bei einem größeren Harnvolumen zu verzeichnen, der zum Beispiel durch Futter mit großen Eiweißmengen und vielen Mineralstoffen auftritt.

 

Große Mengen Wasser werden auch über den Schweiß ausgeschieden. Ein Pferd von etwa 500 kg verliert bei leichter Arbeit am Tag etwa 4,5 Liter Schweiß. Je härter und intensiver du trainierst, desto höher wird der Schweißverlust und kann bis zu 30 Liter am Tag betragen. Mit dem Schweiß gehen natürlich auch überlebenswichtige Elektrolyte beim Pferd verloren, die aufgefüllt werden müssen.

Wie viel Wasser benötigt ein Pferd?

Das hängt natürlich in erster Linie vom Futter und der Arbeitsintensität ab. Ein normales Warmblutpferd benötigt auch ohne Arbeit zwischen 30 und 40 Liter Wasser. Der Wasserbedarf deines Pferdes hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört das Temperament des Pferdes, seine Arbeitsleistung, die Umgebungstemperatur, die Wasserabgabe über Harn und Kot aber auch die Flüssigkeitsaufnahme über das Futter. Pferde, die viel Gras und Silage fressen, erhalten schon über das Futter eine gehörige Portion Wasser, die in Heu und Stroh nicht enthalten ist. Wichtig sind natürlich auch Faktoren wie die Milchleistung bei säugenden Stuten. Aber auch Erkrankungen wie etwa Fieber oder Durchfall können den Wasserbedarf des Pferdes in die Höhe treiben. Damit dein Pferd ausreichend mit Wasser versorgt ist, solltest du auf folgende Wasseraufnahme achten: ausgewachsene Pferde:

ausgewachsene Pferde:

je 100 kg Lebendgewicht

Erhalt

3 bis 5 Liter

Leichte Arbeit

5 bis 7 Liter

Schwere Arbeit

7 bis 10 Liter

Fohlen

7 bis 10 Liter

Säugende Stuten

8 Liter

 

Der Wasserbedarf von Stuten, die gerade ein Fohlen bei Fuß haben, ist beachtlich. Allein mit der Milch geben die Stuten mit einem Körpergewicht von 500 kg zwischen 10 und 20 Liter Wasser ab. Besonders hoch ist der Wasserbedarf in den ersten Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit gibt die Stute die größte Menge an Milch an das Fohlen ab.

Weiß das Pferd, wie viel Wasser es braucht?

Im Normalzustand schon. Wie jedes Tier haben auch Pferde ein gesundes Durstgefühl, das uns Menschen oft fehlt. Instinktiv nehmen sie die richtige Menge Wasser auf. Dieses Durstgefühl kann bei Krankheit oder großen Belastungen aber gestört sein. In diesem Fall kann es notwendig werden, das Pferd immer wieder zum Saufen aufzufordern. Verlass dich nicht darauf, dass es schon ausreichend Wasser zu sich nehmen wird.

Warum Wassermangel so schlimm ist

Bei einer zu geringen Wasseraufnahme oder einer zu hohen Wasserabgabe kann es schnell beim Pferd zur Dehydration kommen. Das erste Anzeichen dafür kann eine geringere Futteraufnahme sein. Das Pferd wirkt teilnahmslos, apathisch und abgeschlagen. In schlimmen Fällen kann der Wassermangel auch zum Schock führen. Bekommt dein Pferd über längere Zeit nicht ausreichend Wasser, können die Folge Nierenerkrankungen und Harnsteine sein. Ob der Wasserhaushalt deines Pferdes gut ist, kannst du ganz einfach selber überprüfen. Wenn du am Hals eine Hautfalte nach oben ziehst, sollte diese sich nach dem loslassen sofort wieder glattziehen. Bei älteren Pferden darf das einen Augenblick dauern. Auch an der Schleimhaut im Maul erkennst du den Stand des Wasserhaltes. Schleimhaut muss blassrosa und feucht sein. Die Augen sollen klar und feucht sein. Trockene und eingesunkene Augen sind ein zeichen von Wassermangel.

Wie tränkst du dein Pferd richtig?

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. In der Praxis sind Selbsttränken in den meisten Ställen üblich. Werden diese aber nicht täglich peinlich genau kontrolliert, kann das Pferd schnell einen Wassermangel haben. Futterreste verunreinigen das Wasser und wartungsfrei sind die Tränken auch nicht. Außerdem hast du keine Kontrolle über die Trinkmenge deines Pferdes. Selbsttränken sollten immer gegenüber der Futterkrippe angebracht werden, um zu vermeiden, dass das Pferd beim Fressen ständig säuft und dabei die Tränke verunreinigt. Wasser muss natürlich auch auf der Weide oder im Offenstall angeboten werden. Es ist nun kein Geheimnis mehr, dass stark erhitzte Pferde und Pferde, die erschöpft sind, keine großen Wassermengen aufnehmen dürfen. Das würde den Körper überlasten. Hier ist es angebracht, etwas Stroh oder Heu auf einen Wassereimer zu legen und so das Saufen etwas auszubremsen.

Pferde wollen sauberes Wasser

Trinkwasser für Pferde unterliegt nicht der Trinkwasserverordnung der Europäischen Union. Und das ist manchmal auch ganz gut so. Trotzdem tränken wir unsere Pferde meist aus dem Wasserhahn. Wichtig ist, dass das Wasser sauber und schmackhaft sein muss. Eventuelle Giftstoffe sollten nicht im Wasser enthalten sein. Besonders beim Tränken mit Brunnenwasser sollte dieses immer wieder kontrolliert werden.

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