Wenn die Leistung nachlässt – Eisenmangel beim Pferd

Nicht nur Menschen klagen über Eisenmangel. Gewichtsverlust, Antriebsschwäche, nachlassende Leistung, Konzentrations- und Konditionsmangel – ein Defizit an Eisen hat beim Pferd viele Auswirkungen. Die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich und können vom Wurmbefall bis zum malignen Tumor reichen. Aber auch eine Überversorgung mit anderen Mineralien kann den Eisenmangel auslösen. Natürlich solltest Du nicht gleich an das Schlimmste denken. Du solltest aber dem Eisenmangel auf dem Grund gehen und Abhilfe schaffen.

 

Eisen hat eine zentrale Aufgabe

 

Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen. Es hat die Aufgabe, Sauerstoff an das Molekül Hämoglobin in den roten Blutkörperchen zu binden. Außerdem sorgt es für die Bildung des Sauerstoff bindenden Muskelprotein Myoglobin. Das Spurenelement ist für die Sauerstoffübertragung und den Sauerstofftransport unersetzlich. Genaugenommen benötigt das Pferd für jeden Atemzug Eisen, denn anders kommt der Sauerstoff nicht in den Blutkreislauf und die einzelnen Zellen.

 

Eisen kann aber noch mehr. Das Spurenelement stärkt das Immunsystem, fördert die Konzentration, macht das Pferd leistungsfähig und hält Haut, Haare und Hufe gesund. Ein Eisenmangel kann schwerwiegende Auswirkungen auf den Pferdekörper haben.

 

Anzeichen für einen Eisenmangel beim Pferd

 

Meist sind es die kleinen Symptome, welche die ersten Anzeichen für einen Eisenmangel bei Deinem Pferd sind. Leistungsabfall, Müdigkeit und Antriebsschwäche sind nur einige Symptome, die auf einen Mangel an Eisen hindeuten können.

 

Symptome können sein:

 

  • stumpfes Fell

  • Müdigkeit

  • Leistungsabfall

  • Antriebsschwäche

  • Apathie

  • Konzentrationsmangel

  • Appetitmangel

  • erschwerte Atmung

  • hohe Herzfrequenz

  • anfällig für Infekte

  • Herzrhythmusstörungen

  • Muskelschwund

  • sehr blasse Schleimhäute

  • brüchige Mähne und Fell sowie brüchige Hufe

  • und vieles mehr

 

Ein Bluttest auf Eisengehalt kostet nicht die Welt und solltest Du bei diesen Symptomen unbedingt durchführen.

 

Eisen wird übers Futter aufgenommen

 

Selber herstellen kann der Pferdekörper das Eisen nicht. Deshalb ist eine Fütterung mit hochwertigem Futter unbedingt wichtig. Den Grundbedarf erhalten Pferde über das Heu. Wird wirklich qualitativ gutes Heu gefüttert, reicht der Eisengehalt für die Pferde aus. Doch oft sind die Böden ausgelaugt und das Heu bringt nicht mehr einen ausreichend hohen Eisengehalt mit.

 

Doch nicht nur ausgelaugte Böden senken den Eisengehalt im Futter. Auch ein später Schnitt kann dazu führen. So hat Heu aus dem ersten Schnitt im Jahr einen höheren Gehalt als spätere Schnitte. Studien haben ergeben, dass der Eisengehalt von Heu extreme Unterschiede nach Schnitt und Herkunft aufweist. Der Gehalt an Eisen lässt sich nicht abschätzen.

 

Im Gegensatz zu anderen Getreidesorten enthält Hafer relativ viel Eisen. Allerdings ist es immer noch zu wenig, um den Eisen-Haushalt Deines Pferdes auszugleichen. Um ausreichend von diesem Spurenelement mit Hafer zu zuführen, müsstest Du sehr viel Hafer füttern, was das Verdauungssystem empfindlich belastet und zu Koliken führen kann. Ein Mineralfutter ist in diesem Fall die bessere Lösung.

 

Darf es ein Eisen mehr sein?

 

Pferde müssen heute mehr Leistung bringen. Sie müssen schneller laufen, höher Springen und sich dabei besser konzentrieren. Ein Pferd, das normal belastet wird, benötigt täglich etwa 750 mg Eisen, um den Bedarf zu decken. Bei Sportpferden und trächtigen oder laktierenden Pferden kann der Bedarf um ein Vielfaches ansteigen. Aber auch ältere oder kranke Pferde haben einen erhöhten Bedarf. In diesem Fall solltest Du in Absprache mit dem Tierarzt Eisen zufüttern.

 

Kann ein Eisenüberschuss auftreten?

 

Wer Spurenelement, Mineralien oder Vitamine füttert, hat meist auch Angst davor, dass ein Überschuss auftreten kann. Beim Spurenelement Eisen brauchst Du Dir eher keine Gedanken machen. Überschüssige Angebote an Eisen werden ausgeschieden, da das Spurenelement die Barriere Dünndarm überwinden muss. Allerdings ist es bei manchen Pferden möglich, dass diese Barriere nicht mehr funktioniert. Vor allem bei älteren Pferden könnte die Funktion des Dünndarms theoretisch beeinträchtigt sein. Allerdings sind solche Fälle nicht bekannt.

 

 

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